Donnerstag, 31. Mai 2012

Ein Gedichtversuch: "Maien-End"


Maien-End

Der letzte Tag des Mai zerrinnt
Ein neuer Mohn-Zyklus beginnt.
In meinem Garten wandeln zu meinem Gruß
Rote Gewänder an des Schlosses Fuß,

Seidig rot geraffte Bahnen
Lassen das Ausmaß des Vergessens erahnen.
Konnten sie mir jemals so eine Farbe schenken?
Ich muss an letzten Frühling denken.


Da stand ich an diesem Feldrain,
Umwogen von den Halmen des Mai'n.
Und statt Mohn säumte diese:
 Auf mich wartend? Eine Liegewiese.

Ein rotes Tuch? Ja und Nein!
Zählt man das Leben in Maien?
Vielleicht schon eher in Lenzen.
Mögen noch viele die gelebten ergänzen!

Fotos und Text von apropos

Inspiriert von meinen Fotos habe ich mich hier zu einem Gedichtversuch hinreißen lassen. Ich hoffe, Ihr seht nicht Schwarz Rot.

Sonntag, 27. Mai 2012

... like ice in the sunshine ...

Sicherlich wird die/der eine oder andere
jetzt denken,
was sollen denn noch Tulpen hier.
Keine Angst, es sind die letzten,
und bevor sie doch allzuschnell
verblüht sind, wollte ich sie hier
noch unbedingt zeigen.
Außerdem ist hier im
Norden die Natur immer zwei bis drei
Wochen hinterher.
Und während woanders schon Rosen
blühen, freue ich mich darüber, winzig
kleine Knöspchen zu entdecken.


Doch nun zu meiner Tulpe.
Sie heißt tatsächlich "Ice Cream".
Und sieht sie nicht zum Anbeißen aus?
Also ich hätte gern eine Kugel
Himbeereis mit Sahne -
bei dem Anblick.
Genießt das schöne Wetter!!!

Dienstag, 22. Mai 2012

Mecklenburgs wilder Maienwald

Ich möchte Euch einladen
zu einem Maienwald-Spaziergang.
Wie herrlich es doch ist,
diese Waldesluft tief einzuatmen.
Wir kommen vorbei an
einer Maiglöckenwiese.
Stolz präsentiert ein jede Blumenzwiebel
mit einem Glöckenstab ihren Standort
und ein lautloses Läuten wirkt auf uns ein.

Federnder Waldboden führt uns
auf einen sandigen ausgetretenen Pfad,
der hier zu enden scheint:
Die Natur stellt sich uns in den Weg?
Doch wir sehen Licht am Ende des Tunnels,
müssen uns tief bücken und
"über"winden so das Hindernis.

Noch ein Blick zurück.
Von dieser Seite sieht das "Tor"
noch ein wenig bedrohlicher aus -
wie ein riesiges sich durch die Natur
fressendes Krokodil mit
zackenbesetztem Schädel und
weit geöffnetem Maul.

Um so friedlicher erscheint
uns diese Hahnenfußwiese -
gelbe Köpfchen soweit das Auge reicht.

Wäre dieser doch recht beachtliche
Baumstamm nicht tatsächlich
zu Fall gekommen,
so hätte man meinen können,
der hier nagende Biber wäre ein wenig
größenwahnsinnig geworden -
und doch! er hat es geschafft!

Dicke knorrige Wurzeln regen hier
die Fantasie an, oder?
Wer hier wohl wohnen mag?

Und, was wäre Mecklenburg ohne Wasser ...

Nur einige Meter weiter,
an den sprudelnden Steinen möchten wir verweilen,
Wellenkringel und Libellen beobachten.

Auf unserem Weg zurück
streifen wir noch eine Waldmeisterwiese -
doch wir lassen sie unangetastet,
denken mal nicht an Bowle oder Sirup,
sondern an folgendes schöne Frühlingsgedicht:

Pfingsten, das liebliche Fest

Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen;
es grünten und blühten Feld und Wald;
auf Hügeln und Höhn, in Büschen
und Hecken

Übten ein fröhliches Lied
die neuermunterten Vögel;
Jede Wiese sprosste von Blumen
in duftenden Gründen,
Festlich heiter glänzte der Himmel
und farbig die Erde.


Johann Wolfgang von Goethe


In diesem Sinne
allen Mitgewanderten ein
schönes Fest!

Mittwoch, 16. Mai 2012

Und immer noch Tulpen

Endlich soll es hier mal wieder
ein paar Fotos von mir geben.
Und die noch immer bei mir
blühenden Tulpen möchte ich doch
keineswegs vorenthalten;
sind es doch wahrlich leuchtende
Beispiele der schönsten Frühlingstupfer.


Wünsche allen für morgen
einen schönen Feiertag.