Montag, 19. Juli 2010

Warm ums Herz

Trotz sengender Sonne stehen diese Pferde hier dicht beieinander. 
Genauso wie die Rinder. Eng gedrängt suchen sie Kühle im Schatten des Baumes - in Kauf nehmend, dass davon durch die kuschelige Nähe nicht sehr viel bleiben wird:  Als wollten Sie die "Angriffsfläche" gegenüber den  Sonnenstrahlen verkleinern...

Selbst die Störche kuscheln ganz verliebt. 
Aber irgenwann reicht's. Dann heißt es nur noch 'Ab in die Lüfte, Flügel ausbreiten und durch die kühlen Winde kreisen.' Die haben's gut, oder? 




Samstag, 17. Juli 2010

Wassersalat mit Lilienblüten an Fenchel

Hier handelt es sich nicht wie vielleicht zu vermuten wäre um ein leckeres sommerleichtes Salatrezept.
Nein, ich habe mir lediglich einen Miniteich angelegt.
 In einer alten kleinen Zinkbadewanne schwimmen nun Wassersalat und - hyazinthe.
Rohrkolben wetteifert um Höhe mit Taglilie und bronzefarbenem Fenchel.
Taglilienblüten spielen Teichrose und lassen allmählich die Blütenkelche voll Wasser laufen. Dennoch ist das kühle Nass für sie kein Jungbrunnen. Lebensverlängernd wirkt es leider nicht - sie bleiben ihrem Namen treu. Aber schon morgen sind die nächsten dran: Auch andere Blumen haben schöne Töchter.

"Sah ein Knab'" - Rosenfoto für Maria

Liebe Maria, auch ich möchte Dir ein Foto zeigen, dass mir persönlích sehr gefällt. Es zeigt zwar keine edle Züchtung, sondern eine einfache Heckenrose - dass aber auch die beliebt ist, lässt sich unschwer erkennen.
Rosenduftende Grüße von Carola

Donnerstag, 15. Juli 2010

Nicht aller Tage Abend ...

Nicht aller Tage Abend ...
zeigen diese stimmungsvollen Fotos hier.
Doch im wahrsten Sinne ...
- dem Himmel sei dank -
die schönsten abendlichen Wolkengebilde

hat er uns direkt
vor die Haustür geliefert.
Welch' wunderbare Naturschauspiele - open air.

Mittwoch, 14. Juli 2010

Eile mit Weile oder "holiday to go"

Gerade im Sommer ändere ich gerne die Route meines Anfahrtsweges zur Arbeitstätte.
Fernab der Umgehungsstraßen und anderer geradlinig verlaufender Rush-Hour-Schneisen habe ich meinen Platz - mein kleines Stück Urlaub am Morgen gefunden.
Ist doch wohl traumhaft, nicht wahr?
Meine "Dienstfahrt" fortsetzend, habe ich sie entdeckt -
verborgen hinter hohen Gräsern:
Auf frisch gemähtem Getreidefeld standen sie da.

Und ich musste an Schweden denken und ...
Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen.
Ich habe die Eindrücke meines halbstündigen "Urlaubs" sehr genossen, dic ich geradezu "im Vorbeigehen" mitgenommen habe.

Montag, 12. Juli 2010

Was tun ?!

Auf Waldes Lichtung
schlagen Feldhasen Haken -
Habicht's Schatten naht.
by apropos


In der Hitze der Nacht konnte ich kein Auge zu bekommen.
Also, was tun?!
Ich habe mich erneut in der Haiku-Dichtung geübt,
denn nur Übung macht den Meister.
Nach strengen Regeln drei Zeilen zu finden,
 die einen ganzen Film im Kopf zum Laufen bringen sollten,
 ist hier die Kunst.
Also, Film ab und viel Vergnügen!

Sonntag, 11. Juli 2010

Eiskalt erwischt

prasselnder Regen,
verdampft auf warmer Erde,
gierig erwartet
(zusammengereimt von apropos)

Juchuu! Wir hatten ihn gerade - den prasselnden Regen! Wurde auch Zeit! Hat mir für heute das eigentlich geplante groß angelegte Gießen erspart, nachdem ich in den letzten Tagen nur ausgesuchten Pflanzen ihre Wasserration gegeben hatte. Erschrocken musste ich feststellen, dass die Vorräte gesammelten Regenwassers rapide abgenommen haben.

Als ich so mein sorgenvolles Gesicht in der nun fast leeren Regentonne sich spiegeln sah, schoss mir ein Bild des Winters in den Kopf, als ich genauso erstaunt in ein solches Fass schaute. Damals hatte sich eine zwei Zentimeter dicke Eisschicht auf der Wasseroberfläche gebildet. Ich nahm vorsichtig die Eisscheibe auf und betrachtete mir wie durch ein Kaleidoskop die Wintersonne.

Eine nun herrlich erfrischende Erinnerung. Und in Anlehnung an meinen Leitsatz für diesen Blog könnte man frei nach Alfred Polgar diesen auch umdrehen in 'Lebenskünstler ist, wer seinen Winter so erlebt, dass er ihn noch im Sommer erfrischt'.

Samstag, 10. Juli 2010

Mehr Wasser


Nachdem ich gestern am zweiten von mir aufgesuchten See (siehe post zuvor) von Mücken zerstochen wurde, wagte ich zum Abend einen dritten Versuch. Schön, wenn man inmitten eines Naturparks wohnt und so einige Seen zur Auswahl und dazu noch vor der Haustür hat ;-)

Und hier war es vortrefflich - ein wunderbar großer See, ein leichtes Lüftchen ging, das Wasser war zum Baden herrlich warm und doch kühl genug, um für die nötige Erfrischung zu sorgen.




Und heute früh führte mich mein Weg zum Ortseingang zur Fischtreppe. Wie bitte? Fischtreppe? Solch eine Treppe dient den Fischen, um stufenweise und springend ein Gefälle zu überwinden, um in ihre Laichgewässer zu kommen. Gegen den Strom zu schwimmen ist ohnehin schon schwierig, erst recht, gegen einen Wasserfall anzukämpfen. Hier hilft die Fischtreppe.



Unaufhörlich tanzten blauflügelige Prachtlibellen über den Wellen als spielten sie Fangen. Nur diese dicke Libelle verweilte für einen Moment, dass ich sie mit der Kamera einfangen konnte.




Dies ist doch ein wunderbares Fleckchen Erde, oder? Und diesmal auch ohne Mücken.

Freitag, 9. Juli 2010

Heiße Schokolade - ganz erfrischend

Sie strich heiße Holunderkonfitüre auf die vorbereiteten Teigböden einer Karamellschichttorte. Die Aromen, blütenleicht und fruchtig die einen, füllig-sinnlich die anderen, mischten sich betörend. Eine Erinnerung an den Frühling würde diese Torte sein. Die Holunderkonfitüre würde den Blütenduft der Fliederdolden ins Gedächtnis rufen und Träume heraufbeschwören, die dem Sehnen wohlig angespannter Körper entsprach. Madelaine fühlte das seichte Nachgeben des Biskuitteigs, seine locker, elastische Konsistenz und bedauerte einen Moment, dass in einigen Stunden Münder mit schlechten Zähnen und lasterhaften Zungen ihn zerkauen würden.

Dieses las ich beim Aufschlagen eines Buches. Es ist ein überraschendes Geschenk der wunderbaren Rosabella. Nichtsahnend fand ich nach der Rückkehr aus vierzehntägigem Urlaub ein Päckchen vor - von ihr. Aber wieso - ich hatte doch gerade erst Geburtstag und wurde da schon auf das Feinste von der Lieben bedacht.


Meine liebe Rosabella, auf's Herzlichste bedanke ich mich für dieses nicht nur thematisch für mich sehr interessante Buch - es ist insgesamt im wahrsten Sinne an"sprechend" - ich mag den Schreibstil sehr.

Beim Querlesen ist mir aufgefallen, dass sich im Buch zum Teil Rezepte verstecken. Nun muss ich wohl wirklich ran an die Schokoladenverarbeitung. Wunderbare Pralinenförmchen habe ich ja auch schon von Dir erhalten. Verzeihe bitte die kurzzeitige Zweckentfremdung: Aber jedem Röschen sein Döschen ;-)



Außerdem ist es für die Schokoladenverarbeitung viel zu heiß.

Apropos Hitze: Was tun, wenn Zehn Uhr schon 30 Grad im Schatten sind.

Ich habe mir heute morgen besagtes Buch und meinen Sohn Adam geschnappt und wir haben unseren morgendlichen Spaziergang zum kleinen Parksee hinterm Haus gemacht. Herrlich ist es hier.












"Wie im Himmel, so auf Erden".
Dieses Foto stammt von einem nur wenige Gehminuten entferntem Waldsee. Um dieses Foto schießen zu können, habe ich mir zehn Stiche eingehandelt. Die Mücken waren wie verrückt. Meinen Sohn haben sie glücklicherweise verschont. Es heißt ja, sie mögen süßes Blut. Naja, kein Wunder, mit dem "Schokoladenmädchen" im Gepäck, habe ich sie wahrscheinlich noch mehr angezogen ...

Mittwoch, 7. Juli 2010

Die Würze der Kürze



Angeregt von Rosabellas Haiku-post wollte ich mich auch einmal in dieser Dichtkunst üben. In der Hoffnung ihr stilistisch gerecht zu werden, habe ich mir meine üppig emporragenden Luftetagenzwiebeln zur "Verarbeitung" vorgenommen - mit diesem Ergebnis:



grün strotzend das Lauch - im Winde Kreise tanzend,
vom Schneck zerbissen

by apropos




Auch wenn es kein "echtes" Haiku sein sollte - so sind es doch wenigstens schöne Untertitel für die Fotos geworden - und Spaß gemacht, sie "zusammenzureimen", hat es allemal.