Liebe GartenGrüße am Sonntag!
Sonntag, 4. September 2011
Donnerstag, 1. September 2011
Wegen Überfüllung geschlossen ...
... oder was will mir mein Garten
mit diesem zugewucherten Durchgang sagen ;-) ?
... obwohl
hübscher Wucher ...
... begehrter Wucher ...
Schlanke Käfer auf Fetter Henne.
... farbharmonischer Wucher ...
Die fette Henne kommt,
die Luftetagenzwiebel geht.
... und was ist das? ...
Wusste gar nicht, dass Tränendes Herz auch noch
im (ab heute kann ich es sagen)
September blüht:
Wieder farbharmonischer Wucher.
Ein früher Schauspieler wird zum
Applaus noch einmal auf die Bühne gebeten?
Wucher in fruchtiger Hülle und Fülle
Wucher als blau-weisse Geschichte ;-)
Das also ist das Ergebnis dieses verregneten Sommers.
Ein schöner Trost!!!
Mittwoch, 31. August 2011
Mein Steckenpferd
| Heute morgen vor unserer Haustür. |
Alles Glück dieser Erde
liegt auf dem Rücken
der Pferde.
So dachte ich auch bei mir als mir ein Nachbar
zwei gerade abgeschorene Schafsfelle anbot.
Aber nun mal langsam:
Was hat ein Schaf mit einem Pferd zu tun?
Man kennt ja den Wolf im Schafspelz -
aber ein Pferd?
Bestimmt fällt einem auch noch der Begriff Fuchs
im Zusammenhang mit Pferden ein -
ich mag diese Fellfarbe sehr.
Doch nun zunächst zu den Schafen:
Da ich zum Filzen immer Wolle benötige,
habe ich mich auf das Experiment eingelassen,
frisch geschorene Wolle zu reinigen
und zum Filzen vorzubereiten.
(Ich gehe hier jetzt nicht näher darauf ein -
kann aber nur sagen - nie wieder!)
Da es nicht die hochwertigste Wolle ist -
sie ist durchzogen von Stroh, Ähren und Grannen -
kam mir die Idee,
die Wolle aufgrund des hübschen Farbverlaufs
von Graubraun bis Hellbraun mit fast blonden Spitzen,
nur zu waschen, nicht aber zu kadieren,
um die natürlichen Strähnen zu erhalten.
Anschließend habe ich sie im Querschnitt
zu Mähnen gefilzt.
Und so bin ich auf's Pferd gekommen
- genauer -
auf's Steckenpferd:
Eine "stinknormale" Herrensocke
galt mir als Vorlage für den Kopf.
Besagte Mähne eingenäht,
Lammlederimitat-Ohren und LederKnopfAugen befestigt.
Besänftigt, gebändigt und ins
Zaumzeug gelegt.
Auf einem Gerätestiel befestigt.
Und fürwahr: Nun sitzt MEIN Glück
auf dem Rücken des Stecken -
mein Sohn, 5, nennt ihn
"PICCOBELLO".
Und was soll ich sagen:
Nun habe ich noch herausgefunden, dass
ein sandfarbenes Pferd mit brauner Mähne
Fuchsfalbe heißt.
Da ist er wieder - der Fuchs.
Zu dem einen hat sich noch ein zweites
gesellt - doch nur für kurze Zeit,
wird dann an ein Geburtstagskind übergeben.
Da gab es doch auch einen Spruch -
irgendwas mit "geschenktem Gaul" ... ;-)
Apropos Sprichwort:
der originale Text zu
„Alles Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde ."
lautet
"Das Paradies der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde,
in der Gesundheit des Leibes und
am Herzen des Weibes."
(Friedrich von Bodenstedt Die Lieder des Mirza-Schaffy:
Vermischte Gedichte und Sprüche 34. Arabisches Sprichwort, 1851)
In diesem Sinne ...
Alles Liebe...
Sonntag, 23. Januar 2011
Meine "Ros'-'ciere"
Angeregt durch Rosabella's Rosenrausch
(Vielen Dank und lieben Gruß)
habe ich nun ein seit über einem Jahr
in mir schlummernden Plan wieder aufgegriffen
ebenso wie die gleichfalls seit dieser Zeit
dafür bereits vorhandenen Materialien.
Mein Plan: Rosen aus Filz.
Dies ist nun an sich ja nichts wirklich Neues.
Da ich bislang aber nur Tiere,
also dreidimensional gefilzt hatte,
sah ich es als Herausforderung,
nun flächig mit den Blütenblättern zu beginnen,
und sie dann zur Rosenblüte zusammenzufügen.
Blütenblatt für Blütenblatt
habe ich einzeln gefilzt und
dann sozusagen "Rouge" aufgetragen
und zur Rose geformt,
gehalten vom Blütenkelch mit Stielansatz.
Nun noch arrangiert
in antiker Sauciere.
Und fertig ist meine
Rosen-Sauciere,
kurz "ROS'-'CIERE" ;-)
Samstag, 1. Januar 2011
Von Herzen
freue ich mich auf ein gemeinsames neues Jahr hier
und wünsche alles Gute!
Der Januar
Erich Kästner
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Der Weihnachtsmann ging heim in seinen Wald.
Doch riecht es noch nach Krapfen auf der Stiege.
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Man steht am Fenster und wird langsam alt.
Die Amseln frieren.Und die Krähen darben.
Und auch der Mensch hat seine liebe Not.
Die leeren Felder sehnen sich nach Garben.
Die Welt ist schwarz und weiß und ohne Farben.
Und wär so gerne gelb und blau und rot.
Umringt von Kindern wie der Rattenfänger,
tanzt auf dem Eise stolz der Januar.
Der Bussard zieht die Kreise eng und enger.
Es heißt, die Tage würden wieder länger.
Man merkt es nicht. Und es ist trotzdem wahr.
Die Wolken bringen Schnee aus fremden Ländern.
Und niemand hält sie auf und fordert Zoll.
Silvester hörte man’s auf allen Sendern,
dass sich auch unterm Himmel manches ändern
und, außer uns, viel besser werden soll.
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und ist doch hunderttausend Jahre alt.
Es träumt von Frieden. Oder träumt’s vom Krieg?
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und stirbt in einem Jahr. Und das ist bald.
Samstag, 13. November 2010
Licht und Schatten
Die letzten Blätter hängen an den Bäumen,
aber auch sie wird der Herbstwind
mit sich nehmen.
So wie die Bäume kahler werden,
mache ich mich hier auch für eine Weile rar.
Schatten gilt es zu beleuchten;
viele private Probleme haben sich
angestaut.
Umgegraben werden muss im Herbst.
Ihr Lieben macht Euch keine Sorgen,
ich brauche nur ein wenig Zeit für mich.
Bis bald wieder!
Sonntag, 31. Oktober 2010
Stille aushalten
Können wir das eigentlich noch?
Stille aushalten?
Wirkt sie nicht für manch' einen
erdrückend, leblos?
Ich kann sie sehr gut aushalten.
Manchmal brauche ich sie -
die Orte der Ruhe, der inneren Einkehr.
Und dann mach' ich mich auf den Weg,
um im Unterwegssein
zu mir selbst zu finden,
bei mir selbst anzukommen.
Und in solchen Momenten trägt es mich
zu Orten meiner Kindheit,
insbesondere zu diesem wunderbaren
Fleckchen Erde - dem Antoniterkloster Tempzin.
Im Jahre 1222 erbaut, ist es nun seit
Jahrhunderten und auch heute noch
Pilgerstätte - ein riesiges Kloster -
nicht umgeben von städtischem Lärm,
sondern eingebettet in die wunderbare
hügelige Seenlandschaft Mecklenburgs.
Ein Ort der Einkehr, der Wiederkehr,
der Rück-Sicht und Zuversicht.
Habt Ihr auch Orte,
zu denen es Euch magisch zieht?
Sonntag, 24. Oktober 2010
Gezuckerte Henne ...
Als wolle sie sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen,
so tritt sie hervor aus dem dämmernden Morgen.
Ohne
die jungfräuliche Morgenröte.
Sie ist sofort in hellstem Scheinen präsent.
Empört es etwa die Sonne,
dass Väterchen Frost mit ein wenig Reif gespielt hat?
Wie mit Puderzucker bestäubt,
sind Gräser, Blätter und...
... ja, auch meine Fette Henne.
Jede Blütenknospe hat einige
der wundersamen Kristalle als Krönchen
aufgesetzt bekommen.
Doch noch ist SIE die Herrscherin:
ihre Sonnenstrahlen wandeln
die kleinen Eisnadeln wieder
zu Tautropfen.
Auch das mag ich so sehr am Herbst:
Das Wechselspiel zwischen
dem NichtGehenWollen der Wärme/des Lebens,
und dem Drängen der Kälte/die Mahnung zum Ruhen
der Natur.
Samstag, 16. Oktober 2010
"Schön ist wüst, und wüst ist schön"
Schön ist wüst, und wüst ist schön.
Wirbelt durch Nebel und Wolkenhöhn!
Macbeth, 1. Akt, 1. Szene / Hexen, William Shakespeare
So höre ich sie singen,
die Hexen der Eingangsszene von "Macbeth"
beim Anblick der morgendlichen Nebel über dem See.
Fair is foul, and foul is fair:
Hover through the fog and filthy air.
Samstag, 9. Oktober 2010
"... zündet mein Herz seine Himmel an..."
diese Liedtextpassage kam mir sofort in den Sinn,
als ich dieses nur ein paar Minuten andauernde Naturschauspiel
erleben durfte -
der Morgenhimmel hinter unserem Haus.
Und auch wenn der Sonnenaufgang nur kurz andauerte,
der Himmel sich danach wieder eintrübte,
so lebt das Strahlen fort in dieser glühenden Rosenblüte
mit ihrem besonderen Duft des Morgens.
Später kam die Sonne doch noch raus,
war also der Morgenhimmel
die Zündschnur zu einem wunderschönen Tag.
Das Zitat '...zündet mein Herz seine Himmel an ...'
stammt aus einem vertonten Gedicht
der deutschen Dichterin
Else Lasker-Schüler (1869-1945),
gesungen von meiner absoluten Lieblingssängerin Regy Clasen.
Hört doch einfach mal in folgendes youtube-Video rein:
Abonnieren
Posts (Atom)