Montag, 26. Juli 2010

Ein wahrlich alter Schwede

Auf dem Weg zu meinem Gladiolenfeld 
bin ich an diesem riesigen Stein vorbeigekommen.
Zum Größenvergleich hat sich mal
 mein vierjähriger Sohn Adam zum Steinriesen dazugesellt.
Dieser - wie es heißt "Gesetzlich geschützter Geotop" ist
3,10 Meter hoch und wiegt knapp 22 Tonnen.
Hierbei handelt es sich um einen sogenannten
"Augengranit".
In ihm enthalten sind
graue Feldspäte,
graue Quarze,
dunkler und heller Glimmer
(Biotit bzw. Muskovit).
Das Schillern kann man hier sehr schön sehen.
Gefunden wurde er in der Nähe dieses kleinen Sees
und mittels schwerer landwirtschaftlicher Technik
an den Straßenrand gebracht,
wo er nun ruht wie ein müder Wandersmann.
Hat er doch selbst einen langen Weg hinter sich.
Entstanden ist er vor 1,45 Mrd. (!!!)
Jahren in Südschweden,
von wo er zur Eiszeit von Gletschern mitgerissen wurde und
sich dann hier vor ca. 17000 Jahren "niederließ".

Bei uns gibt es noch mehr deutliche Spuren der Eiszeit.
So sind viele Waldwege aus bestem Meeressand.
So kann es auch mal vorkommen,
dass man von einem Waldspaziergang
mit einem Bernstein zurückkommt.

Die Eiszeit hat hier eine wunderschöne,
seenreiche und sehenswerte Natur geschaffen.
So ein Findling ist wie ein sie schmückender Edelstein.

Freitag, 23. Juli 2010

Gladiolen im Topf - ein "Feldversuch"

Einen ganzen Arm voll Gladiolen
 habe ich mir heute vom Feld mitgebracht.
Für wenig Geld kann man sie dort selber schneiden.
Ich glaube, es sind die einzigen Blumen,
die ich im Gefäß lieber mag als im Beet.
Ich finde, dort so gebündelt in "rauen Mengen"
sind sie noch viel wirkungsvoller.
Doch wie schaffe ich es, dass die schweren Stiele 
die "Haltung wahren"?
Draußen sollen sie ja bleiben.

Und dies ist nun mein Gefäß.
Ein übergroßer Emailletopf mit Spuren der Zeit.
Dort hinein habe ich kuppelförmig
ein Geflecht aus Weidenzweigen gebracht.
Durch ihre Spannkraft halten sie sich selbst in Form.

Dieses Gitter gibt den schweren Gladiolen nun Halt.
Und genügend Wasser passt auch in den Topf,
 so dass ein jeder Durst gestillt werden kann.

Alle Blütenfarben waren auf dem Gladiolenfeld vertreten.
Ich aber habe mich für weiße und ein paar blaue entschieden.
Passen diese doch am besten zur Farbe des Emaille.

Besonders angetan bin ich von den weißen Blüten
mit ihrem zartroséfarbenen Rand.
Na, da kann ich es mir gut vorstellen,
dass diese nächsten Sommer auch in meinem Garten wachsen ...

Donnerstag, 22. Juli 2010

Des Jahres goldene Mitte


Für mich ist das goldene Korn der Inbegriff des Hochsommers. 

Müsste ich ohne Kalender leben, würde ich zu dieser Zeit die gefühlte Hälfte des Jahres vermuten:
 Eben die goldene Mitte. 

Das ganze Land ist wie im "Goldrausch". Selbst hier setzt sich der Schein der Ähren in den Kuppeln des Schlosses über dem See fort - welch' ein Einklang und doch auch welch' ein Kontrast.

Als hätte man die Felder von Patina befreit, scheinen sie nach dem Schnitt noch mehr zu glänzen - 

besonders schön im warmen Licht der Morgensonne. 

Und immer wieder mit kontrastreichem Blau -
 mal als Blüte mal als Bach. 

Mal als Himmel. 

Und schon rollen sie über die Felder - meine geliebten Strohrollen - der "goldene Schnitt".
Sie geben der Natur trotz Stille eine gewisse Dynamik und Spannung.
Ich liebe diese Bilder. Nur leider werden die Ballen viel zu schnell säuberlich in Reihe angeordnet - abholbereit... 

... als Stroh für die Tiere.
Und irgendwie muss ich dann aber auch immer schon an Weihnachten denken.
Ob wohl einige Halme die Ehre haben als Strohsterne am Weihnachtsbaum golden zu strahlen, so wie einst im Sommer als sie unter Ähren glänzten? 




Montag, 19. Juli 2010

" ... Schnell umfloß sie die steigende Röte ... "

Die Rose

Weiß war die Rose zuerst. Die Mädchen und Jünglinge priesen
Ihren reinen Glanz, ihren unschuldigen Schmuck.
Schnell umfloß sie die steigende Röte bescheidenen Schämens,
Und sie glühet zeither reizender noch als zuvor.

Johann Gaudenz von Salis-Seewis (1762-1834)

Warm ums Herz

Trotz sengender Sonne stehen diese Pferde hier dicht beieinander. 
Genauso wie die Rinder. Eng gedrängt suchen sie Kühle im Schatten des Baumes - in Kauf nehmend, dass davon durch die kuschelige Nähe nicht sehr viel bleiben wird:  Als wollten Sie die "Angriffsfläche" gegenüber den  Sonnenstrahlen verkleinern...

Selbst die Störche kuscheln ganz verliebt. 
Aber irgenwann reicht's. Dann heißt es nur noch 'Ab in die Lüfte, Flügel ausbreiten und durch die kühlen Winde kreisen.' Die haben's gut, oder? 




Samstag, 17. Juli 2010

Wassersalat mit Lilienblüten an Fenchel

Hier handelt es sich nicht wie vielleicht zu vermuten wäre um ein leckeres sommerleichtes Salatrezept.
Nein, ich habe mir lediglich einen Miniteich angelegt.
 In einer alten kleinen Zinkbadewanne schwimmen nun Wassersalat und - hyazinthe.
Rohrkolben wetteifert um Höhe mit Taglilie und bronzefarbenem Fenchel.
Taglilienblüten spielen Teichrose und lassen allmählich die Blütenkelche voll Wasser laufen. Dennoch ist das kühle Nass für sie kein Jungbrunnen. Lebensverlängernd wirkt es leider nicht - sie bleiben ihrem Namen treu. Aber schon morgen sind die nächsten dran: Auch andere Blumen haben schöne Töchter.

"Sah ein Knab'" - Rosenfoto für Maria

Liebe Maria, auch ich möchte Dir ein Foto zeigen, dass mir persönlích sehr gefällt. Es zeigt zwar keine edle Züchtung, sondern eine einfache Heckenrose - dass aber auch die beliebt ist, lässt sich unschwer erkennen.
Rosenduftende Grüße von Carola

Donnerstag, 15. Juli 2010

Nicht aller Tage Abend ...

Nicht aller Tage Abend ...
zeigen diese stimmungsvollen Fotos hier.
Doch im wahrsten Sinne ...
- dem Himmel sei dank -
die schönsten abendlichen Wolkengebilde

hat er uns direkt
vor die Haustür geliefert.
Welch' wunderbare Naturschauspiele - open air.

Mittwoch, 14. Juli 2010

Eile mit Weile oder "holiday to go"

Gerade im Sommer ändere ich gerne die Route meines Anfahrtsweges zur Arbeitstätte.
Fernab der Umgehungsstraßen und anderer geradlinig verlaufender Rush-Hour-Schneisen habe ich meinen Platz - mein kleines Stück Urlaub am Morgen gefunden.
Ist doch wohl traumhaft, nicht wahr?
Meine "Dienstfahrt" fortsetzend, habe ich sie entdeckt -
verborgen hinter hohen Gräsern:
Auf frisch gemähtem Getreidefeld standen sie da.

Und ich musste an Schweden denken und ...
Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen.
Ich habe die Eindrücke meines halbstündigen "Urlaubs" sehr genossen, dic ich geradezu "im Vorbeigehen" mitgenommen habe.

Montag, 12. Juli 2010

Was tun ?!

Auf Waldes Lichtung
schlagen Feldhasen Haken -
Habicht's Schatten naht.
by apropos


In der Hitze der Nacht konnte ich kein Auge zu bekommen.
Also, was tun?!
Ich habe mich erneut in der Haiku-Dichtung geübt,
denn nur Übung macht den Meister.
Nach strengen Regeln drei Zeilen zu finden,
 die einen ganzen Film im Kopf zum Laufen bringen sollten,
 ist hier die Kunst.
Also, Film ab und viel Vergnügen!